Kath.
Pfarrgemeinde St. Peter und Paul ![]()
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Statistik 2005 (2004)
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Ein Platz im Denkmalbuch: Die Pfarrkirche in Laiz
SIGMARINGEN-LAIZ
• (Von SZ- Mitarbeiter Karlheinz Fahlbusch Schwäbische
Zeitung Freizeittipp v. 4. Mai 2000 Nr. 102)
Es geht in
die Pfarrkirche nach Laiz, denn die ist in mehrfacher Hinsicht etwas Besonderes.
Erst kürzlich wurde die Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Peter und Paul in Laiz ins Denkmalbuch des Landes Baden-Württemberg aufgenommen und ist somit ein „Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung". Diese Bedeutung beruht im Wesentlichen auf dem heimatgeschichtlichen Stellenwert des Gotteshauses.
Zu ihrer Entstehungszeit
fungierte die Kirche als Kapitelkirche, wurde aber 1480 Filialkirche von
Sigmaringen, bis sie 1864 zur Pfarrkuratie und in den 70er Jahren dieses
Jahrhunderts wieder zur Pfarrei erhoben wurde. Bis 1997 war die Kirche von
einem Friedhof umgeben. Bis 1774 sind hier übrigens auch die Verstorbenen
aus Sigmaringen beerdigt worden.
Das Gotteshaus das heute so stolz auf der kleinen Anhöhe steht wurde 1426 nach einem Brand wiederaufgebaut. Vom romanischen Turmchor wurde jedoch nur noch der nahezu quadratische, ursprünglich kreuzgrat-gewölbte Chor verwendet. Auf der Nordseite fügten die Baumeister damals einen neuen Turm an Chor und Langhaus an. Dadurch wurde das nördliche Seitenschiff etwas verkürzt. Der Kenner sieht an verschiedenen Merkmalen, dass der heutige basilikale Querschnitt des Langhauses vom Umbau stammt, der in den Jahren 1765 bis 1768 stattgefunden hat. Bis dahin müssen wohl drei Schiffe mit verschiedenen Höhen derart unter einem Dach vereint gewesen sein, dass sie eine Staffelhalle oder Pseudobasilika bildeten.
Beim Umbau während der Barockzeit sind auch die einst spitzbogigen Arkaden mit Korbbögen verkleidet worden. Die Pfeiler versah man mit Kämpfergesimsen aus Stuck. Zwecks eines besseren Durchblicks in den Chor, wurde der Triumphbogen aufgebrochen und dreipaßförmig nach oben gelegt.
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Der kleine Kirchenführer (Herausgeber:
Pfarramt Laiz, Texte u. Fotos: Walter Boenke, Laiz)
Die Kirche diente für
mehrere Jahrhunderte den Franzsikanerinnen des danebenliegenden Nonnenklosters
(Orden derTerriarerinnen vom hl. Franziskus, erbaut 1308, durch Brand zerstört,
1526 - 1527 vom Graf Felix von Werdenberg wieder aufgebaut. 1782 durch die Klosteraufhebungsedikte
der Kaisers Josef II. aufgelöst.) als Gotteshaus und wurde ab 1586
sogar Wallfahrtskirche. Dies hing mit der Pieta zusammen, die in diesem Jahr
aufgestellt wurde. Doch sie ist nicht die einzige bemerkenswerte Plastik in
dem Gotteshaus, für dessen Besuch man sich wirklich einige Zeit nehmen
sollte.
Besonders der
Bestand an gotischen Plastiken ist beeindruckend. Stellvertretend
seien hier nur genannt: die Marienklage am Sakramentsaltar (um 1360) und
die stehende Madonna mit Kind von Heinrich Gretzin-ger (1427). Den Gnadenaltar
schufen 1771 Kunstschreiner Franz Xaver Gogel und Bildhauer Johann Baptist
Hops II., beide aus Sigmaringen. Die Pläne stammten vom allseits bekannten
Meinrad von Ow. Auch an Freskenmalerei hat die Kirche in Laiz viel
Sehenswertes zu bieten.
Neben althergebrachter Kunst fällt besonders die höchst originelle Stuckdecke des Laizer Künstlers Professor Josef Henselmann auf. Er hat übrigens auch das Ehrenmal für die Gefallenen des II. Weltkrieges am südlichen Eingang der Kirchhofmauer gestaltet. Den Besuchern empfielt sich der Erwerb des kleinen Kirchenführers, der vom Pfarramt Laiz im Jahr 1977 herausgegeben wurde, und im Gegensatz zu manch anderen Publikationen in den Kirchen der Region, den aktuellen Stand des Baus und der Ausstattung darstellt.
Gestaltung der Feier: Chorleiter Karl Riedl
Chor
Laudate omnes gentes(Taizé)
Begrüssung
Herr PfAdm. Dr. Kurt Hoffmann
Orgel
Concerto del Sigr. Tomaso Albinoni (Joh. Gottfr. Walther)
-Allegro-
Urkundenverleihung:
Herr Regierungspräsident Wicker
Orgel
Concerto del Sigr. Meck (Joh. Gottfr. Walther) -Adagio-
Herr Oberrechtsdirektor
Dr. Kremer,
Erz. Ordinariat Freiburg
Chor
Gott b'hüte Dich (bearbeitet von Karl Riedl)
Frau Lindenberg
,Landesdenkmalamt
Tübingen
Orgel
Fuge von Joh. Seb. Bach C -moll
Herr Professor
Dr. Krins,Landesdenkmalamt
Tübingen
Allgemeines Lied
Lobe den Herren
Grussworte
Bürgermeister Wolfgang Gerstner und Ortsvorsteher Lothar Scheit
Chor
Alles was ihr tut (Dietrich Buxtehude)
Regierungspräsident
Hubert Wicker überreicht die Verleihungsurkunde an Pfarradministrator
Dr. Kurt Hoffmann (SZ-Foto: Karlheinz Fahlbusch)
Sigmaringen - (Südkurier Nr. 65 vom 18, März 2000) Die höhere Denkmalschutzbehörde beim Regierungspräsidium Tübingen hat die Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Peter und Paul mit ehemaligem Friedhof im Sigmaringer Stadtteil Laiz wegen seiner besonderen heimatgeschichtlichen, wissenschaftlichen und künstlerischen Bedeutung in das Denkmalbuch eingetragen.
Im Rahmen einer Feierstunde am 17. März 2000 in der Kirche überreichte Regierungspräsident Hubert Wicker Pfarradministrator Kurt Hoffmann die Eintragungsurkunde. Der Regierungspräsident betonte, dass das Präsidium die herausragende Stellung der Laizer Kirche als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung dokumentieren möchte. Gleichzeitig sei es eine gute Gelegenheit, den hohen Rang der Denkmalpflege als Aufgabe des Gemeinwohls in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken. Wicker: „Kulturdenkmale verkörpern ein Stück Heimat und werden in unserer von Technik und Medien geprägten Zeit immer mehr geschätzt." Mit der Eintragung in das Denkmalbuch werden Art und Umfang eines derartigen Kulturdenkmals dokumentiert und besonders unter Schutz gestellt.
Die Laizer Pfarrkirche St.
Peter und Paul, die seit Mitte des 16. Jahrhunderts zugleich Wallfahrtskirche
zur „Schmerzhaften Gottesmutter" ist, wurde auf einem Felssporn, der sich
von Norden her in das Donautal hineinschiebt, weithin sichtbar erbaut.