Kath. Pfarrgemeinde St. Peter und Paul     zurück

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Pfarrkirche Laiz


Homepage: www.kath-laiz-inzigkofen.de

Pfarrer Christoph Neubrand
seit 15. Juni 2005
eMail: christoph.neubrand@dekanat-sigmaringen-messkirch.de
Handy: 0174 / 4 61 45 90

Pfarrbüro:
Tel:  0 75 71 / 5 20 89   
Fax: 0 75 71 / 68 12 50
Kath.Pfarramt-Laiz@t-online.de

Diakon:
Hermann Alt
Tel: 0 75 71 /  5 20 04
Pastoralreferent:
Manfred Fischer
Tel: 0 171 145 11 76
Pastoralassistentin:
C. Betz
Tel: 0 75 71 / 5 20 93

Pfarrer:
Julius Auer
Engelswies
Tel: 0 75 75 / 9 33 54

Pfarrbücherei:
Im Pfarrgemeindehaus neben der Kirche.

Öffnungszeiten: mittwochs 15:30 bis 17:30 Uhr   
              und neu freitrag von 16:00 bis 17:30
 Uhr
Leiterinnen: Frau Biesinger

Statistik 2005 (2004)

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Ein Platz im Denkmalbuch: Die Pfarrkirche in Laiz
SIGMARINGEN-LAIZ • (Von SZ- Mitarbeiter Karlheinz Fahlbusch Schwäbische Zeitung Freizeittipp v. 4. Mai 2000 Nr. 102)
Es geht in die Pfarrkirche nach Laiz, denn die ist in mehrfacher Hinsicht etwas Besonderes.

Erst kürzlich wurde die Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Peter und Paul in Laiz ins Denkmalbuch des Landes Baden-Württemberg aufgenommen und ist somit ein „Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung". Diese Bedeutung beruht im Wesentlichen auf dem heimatgeschichtlichen Stellenwert des Gotteshauses.

Fresko an der westlichen Außenwand der Kirche Zu ihrer Entstehungszeit fungierte die Kirche als Kapitelkirche, wurde aber 1480 Filialkirche von Sigmaringen, bis sie 1864 zur Pfarrkuratie und in den 70er Jahren dieses Jahrhunderts wieder zur Pfarrei erhoben wurde. Bis 1997 war die Kirche von einem Friedhof umgeben. Bis 1774 sind hier übrigens auch die Verstorbenen aus Sigmaringen beerdigt worden.

Das Gotteshaus das heute so stolz auf der kleinen Anhöhe steht wurde 1426 nach einem Brand wiederaufgebaut. Vom romanischen Turmchor wurde jedoch nur noch der nahezu quadratische, ursprünglich kreuzgrat-gewölbte Chor verwendet. Auf der Nordseite fügten die Baumeister damals einen neuen Turm an Chor und Langhaus an. Dadurch wurde das nördliche Seitenschiff etwas verkürzt. Der Kenner sieht an verschiedenen Merkmalen, dass der heutige basilikale Querschnitt des Langhauses vom Umbau stammt, der in den Jahren 1765 bis 1768 stattgefunden hat. Bis dahin müssen wohl drei Schiffe mit verschiedenen Höhen derart unter einem Dach vereint gewesen sein, dass sie eine Staffelhalle oder Pseudobasilika bildeten.

Beim Umbau während der Barockzeit sind auch die einst spitzbogigen Arkaden mit Korbbögen verkleidet worden. Die Pfeiler versah man mit Kämpfergesimsen aus Stuck. Zwecks eines besseren Durchblicks in den Chor, wurde der Triumphbogen aufgebrochen und dreipaßförmig nach oben gelegt.

Broschüre: Kleiner Kirchenführer <===  Der kleine Kirchenführer (Herausgeber: Pfarramt Laiz, Texte u. Fotos: Walter Boenke, Laiz)
Die Kirche diente für mehrere Jahrhunderte den Franzsikanerinnen des danebenliegenden Nonnenklosters (Orden derTerriarerinnen vom hl. Franziskus, erbaut 1308, durch Brand zerstört, 1526 - 1527 vom Graf Felix von Werdenberg wieder aufgebaut. 1782 durch die Klosteraufhebungsedikte der Kaisers Josef II. aufgelöst.) als Gotteshaus und wurde ab 1586 sogar Wallfahrtskirche. Dies hing mit der Pieta zusammen, die in diesem Jahr aufgestellt wurde. Doch sie ist nicht die einzige bemerkenswerte Plastik in dem Gotteshaus, für dessen Besuch man sich wirklich einige Zeit nehmen sollte.
Besonders der Bestand an gotischen Plastiken ist beeindruckend. Stellvertretend seien hier nur genannt: die Marienklage am Sakramentsaltar (um 1360) und die stehende Madonna mit Kind von Heinrich Gretzin-ger (1427). Den Gnadenaltar schufen 1771 Kunstschreiner Franz Xaver Gogel und Bildhauer Johann Baptist Hops II., beide aus Sigmaringen. Die Pläne stammten vom allseits bekannten Meinrad von Ow. Auch an Freskenmalerei hat die Kirche in Laiz viel Sehenswertes zu bieten.

Neben althergebrachter Kunst fällt besonders die höchst originelle Stuckdecke des Laizer Künstlers Professor Josef Henselmann auf. Er hat übrigens auch das Ehrenmal für die Gefallenen des II. Weltkrieges am südlichen Eingang der Kirchhofmauer gestaltet. Den Besuchern empfielt sich der Erwerb des kleinen Kirchenführers, der vom Pfarramt Laiz im Jahr 1977 herausgegeben wurde, und im Gegensatz zu manch anderen Publikationen in den Kirchen der Region, den aktuellen Stand des Baus und der Ausstattung darstellt.


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Feierstunde zur Urkundenverleihung am 17. März 2000
Eintragung der Pfarrkirche St. Peter und Paul ins Denkmalbuch des Landes Baden-Württemberg

Gestaltung der Feier: Chorleiter Karl Riedl
Chor  Laudate omnes gentes(Taizé)
    Begrüssung Herr PfAdm. Dr. Kurt Hoffmann
Orgel  Concerto del Sigr. Tomaso Albinoni (Joh. Gottfr. Walther) -Allegro-
    Urkundenverleihung: Herr Regierungspräsident Wicker
Orgel  Concerto del Sigr. Meck (Joh. Gottfr. Walther) -Adagio-
    Herr Oberrechtsdirektor Dr. Kremer, Erz. Ordinariat Freiburg
Chor  Gott b'hüte Dich (bearbeitet von Karl Riedl)
    Frau Lindenberg ,Landesdenkmalamt Tübingen
Orgel  Fuge von Joh. Seb. Bach C -moll
    Herr Professor Dr. Krins,Landesdenkmalamt Tübingen
Allgemeines Lied  Lobe den Herren
    Grussworte Bürgermeister Wolfgang Gerstner und Ortsvorsteher Lothar Scheit
Chor  Alles was ihr tut (Dietrich Buxtehude)


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Kirche ein Denkmal
Hubert Wicker würdigt Bedeutung des Laizer Gotteshauses

Regierungspräsident Wicker überreicht Urkunde an Pfr. Dr. Hofffmann
Regierungspräsident Hubert Wicker überreicht die Verleihungsurkunde an Pfarradministrator Dr. Kurt Hoffmann (SZ-Foto: Karlheinz Fahlbusch)

Sigmaringen - (Südkurier Nr. 65 vom 18, März 2000) Die höhere Denkmalschutzbehörde beim Regierungspräsidium Tübingen hat die Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Peter und Paul mit ehemaligem Friedhof im Sigmaringer Stadtteil Laiz wegen seiner besonderen heimatgeschichtlichen, wissenschaftlichen und künstlerischen Bedeutung in das Denkmalbuch eingetragen.

Im Rahmen einer Feierstunde am 17. März 2000 in der Kirche überreichte Regierungspräsident Hubert Wicker Pfarradministrator Kurt Hoffmann die Eintragungsurkunde. Der Regierungspräsident betonte, dass das Präsidium die herausragende Stellung der Laizer Kirche als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung dokumentieren möchte. Gleichzeitig sei es eine gute Gelegenheit, den hohen Rang der Denkmalpflege als Aufgabe des Gemeinwohls in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken. Wicker: „Kulturdenkmale verkörpern ein Stück Heimat und werden in unserer von Technik und Medien geprägten Zeit immer mehr geschätzt." Mit der Eintragung in das Denkmalbuch werden Art und Umfang eines derartigen Kulturdenkmals dokumentiert und besonders unter Schutz gestellt.

Die Laizer Pfarrkirche St. Peter und Paul, die seit Mitte des 16. Jahrhunderts zugleich Wallfahrtskirche zur „Schmerzhaften Gottesmutter" ist, wurde auf einem Felssporn, der sich von Norden her in das Donautal hineinschiebt, weithin sichtbar erbaut.



 
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