Liebe Laizerinnen und Laizer,
wir schauen heute zurück auf 25 Jahre gelebte Gemeinsamkeit zwischen Laiz und Sigmaringen.
Ein viertel Jahrhundert ist es nun her, dass die Gemeinde Laiz ihre Selbständigkeit unfreiwillig abgeben musste. Die hohen Wellen, die dies vor 25 Jahren verursachte, haben sich geglättet, denn Laiz hat durch den Zusammenschluss mit Sigmaringen zwar seine Selbständigkeit aufgeben müssen, seine Identität jedoch gewahrt und in der Summe gewonnen.
Ängste, der Zusammenschluss könne für die Laizer nachteilig sein, konnten durch Taten widerlegt werden. Große Projekte und Investitionen, die nach der Eingemeindung bewältigt wurden, legen Zeugnis dafür ab. Hier denke ich insbesondere an die Unterdorfsanierung, Schulsporthallenbau, Sanierung des Kirchaufgangs sowie der Kirchmauer, Umgestaltung des alten Rathauses in ein modernes Verwaltungsgebäude, Neugestaltung des Rathausplatzes, Sanierung der Donaubrücke und nicht zuletzt der Anschluss von Laiz an das Stadtbusnetz. Was als Zwangsehe begann, hat sich in der Summe zu einer funktionierenden Gemeinschaft zwischen Laiz und Sigmaringen entwickelt.
Die Identität von Laiz konnte erhalten bleiben, dank der vielfältigen Aktivitäten von ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern im sportlichen, kirchlichen und kulturellen Bereich. All jene, die sich engagiert haben und engagieren, sind auch nach außen Vertreter ihres Teilortes und Zeugen eines lebendigen Gemeinwesens. In meinen Dank schließe ich Ortsvorsteher Lothar Scheit, seine Vorgänger sowie alle Ortschaftsräte ein, die für eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt Sigmaringen verantwortlich waren und sind.
Die Bürgerinnen und Bürger von Laiz wissen, dass engagierte Ortschaftsräte und Gemeinderäte auch in Zukunft die Interessen von Laiz berücksichtigen werden und bestrebt sind, die Gesamtgemeinde Sigmaringen voran zu bringen. Möge das Zusammengehörigkeitsgefühl von Sigmaringern und Laizern weiter wachsen und die Entwicklung unserer Heimat zum Wohl der hier lebenden Menschen tatkräftig vorangetrieben werden.
WoIfgang Gerstner Bürgermeister
Liebe Laizer Mitbürgerinnen und Mitbürger,
seit nunmehr 25 Jahren ist Laiz nach Sigmaringen eingemeindet und ist mit heute über 3.000 Einwohnern der größte Ortsteil von Sigmaringen.
Bei einer zweimaligen Abstimmung der Laizer Bürger über eine freiwillige Eingemeindung nach Sigmaringen wurde zweimal mit überwältigender Mehrheit für die Selbständigkeit der Gemeinde Laiz votiert. Trotz dieser Abstimmung wurde Laiz zum 1. Januar 1975 nach Sigmaringen eingemeindet. Diese Tatsache weckte bei vielen alten Laizern Erinnerungen an 1936, als Laiz schon einmal nach Sigmaringen zwangseingemeindet war. Aus dieser Sicht war die Abneigung - und somit auch das Abstimmungsergebnis vor allem der älteren Laizer - gegen eine erneute Zwangseingemeindung verständlich.
Seit dem 1. Januar 1975 sind nun 25
Jahre vergangen. Die meisten Laizer haben sich mit der damaligen Entscheidung
abgefunden und sich in der neuen Großgemeinde eingelebt und sich
bemüht, ein gutes Miteinander der einzelnen Ortsteile und der Kernstadt
Sigmaringen zu erhalten und zu pflegen, ohne jedoch die eigene Identität
ganz aufzugeben.
n diesen 25 Jahren bin ich nun der
dritte Ortsvorsteher von Laiz und bin der festen Überzeugung, dass
Laiz in seiner Entwicklung keineswegs schlechter dasteht, als wenn wir
heute noch selbständig wären.
Seit zehn Jahren sind wir im Landessanierungsprogramm
und das Bild von Laiz hat sich in dieser Zeit sicher so entscheidend verändert
wie vorher in 100 Jahren nicht. Von seilen der Gemeinde wurden große
Investitionen getätigt:
Erneuerung und Ausbau der Straßen,
Kanäle und Wasserleitungen im Unterdorf,
Bau einer Schulsporthalle bei der
Grund- und Hauptschule Laiz, bei der die Stadt auch den Löwenanteil
der Baukosten trug,
Proberaum für die Musikkapelle
Laiz,
Erstellung einer Schulsportanlage,
Anschluss von Laiz an das Erdgasnetz,
Sanierung der alten Friedhofsmauer
mit Kirchenaufgang,
Umbau der Küche in der Turn-
und Festhalle,
Parkplatz vor der Turn- und Festhalle
wurde saniert und zu einem ansehnlichen Platz umgestaltet,
Erschließung von Baugebieten
Auf der Steig" und Am Stelzenbach",
Ausbau des Rainhaldenwegs,
Anschluss von Laiz an das Stadtbusnetz,
Im letzten Jahr wurde das Laizer
Rathaus umgebaut, ein neues Treppenhaus mit Aufzug und neue Sanitäranlagen
wurden angebaut. Im Obergeschoss wurde ein Bürgersaal eingerichtet,
der 140 Gästen Platz bietet. Im Erdgeschoß ist der Umbau der
ehemaligen Posträume in ein Probelokal für verschiedene Laizer
Vereine im Gang.
Eine große Baumaßnahme
war die Sanierung der Donaubrücke.
Am Laizer Donauwehr wurde ein Wasserkraftwerk
eingerichtet.
Der Rathausplatz ist im Umbau und
wird nach seiner Fertigstellung einen attraktiven Dorfmittelpunkt darstellen.
Viele private Bauherren haben dazu beigetragen, dass aus alten Häusern neue Wohn- und Geschäftshäuser entstanden sind. Für die Zukunft wird ein Hauptanliegen des Ortschaftsrats sein, ein dringend notwendiges Baugebiet für Laiz zu scharfen, so dass Bauwillige nicht weiter in Nachbargemeinden ausweichen müssen.
Insgesamt möchte ich als Ortsvorsteher das Resümee ziehen, dass die Eingemeindung nach Sigmaringen von Erfolg geprägt ist und Laiz in seiner Entwicklung die letzten 25 Jahre gut vorangekommen ist. Dafür danke ich meinen Vorgängern im Amt, Herrn Hermann Pfaff und Herrn Konrad Kienle, sen., allen Ortschaftsräten und Gemeinderäten, die sich in diesen 25 Jahren für das Gemeinwohl und für unser Laiz" eingesetzt haben.
Nicht zuletzt möchte ich meinen Dank aussprechen an Herrn Bürgermeister Gerstner, der stets ein offenes Ohr für die Laizer Belange hatte, Herrn Altbürgermeister Kuhn und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt- und Ortschaftsverwaltung. Mein Dank gilt, auch im Namen des Ortschaftsrats, vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern von Laiz, die sich in der Politik und in unseren zahlreichen Vereinen für das Wohl der Allgemeinheit eingesetzt haben. Sie alle haben dazu beigetragen, dass Laiz keine seelenlose Schlaf-Wohnstätte wurde, sondern ein Ort, in dem sich die Menschen wohlfühlen und mit ihrer Heimatgemeinde Sigmaringen-Laiz identifizieren können. Möge das gute Miteinander auch in Zukunft gewahrt bleiben.
Lothar Scheit, Ortsvorsteher